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Einschätzung zur aktuellen Situation im Umgang mit dem Corona-Virus

Die derzeit notwendigen Maßnahmen zur Eindämmung der weiteren Verbreitung des Corona-Virus sind für uns alle beunruhigend.

Als Mensch, der im September 1986 geboren wurde, kann ich mich an keine Gesundheitskrise dieses Ausmaßes erinnern und wollte mir bis Anfang dieser Woche auch nicht vorstellen, welche Auswirkungen die Krise auf uns alle haben wird. Das öffentliche Leben wird in den nächsten Wochen größtenteils zur Ruhe kommen, eine sehr fordernde Situation.

Natürlich gilt nun die erste Sorge und die Verantwortung der Bundesregierung vorrangig den gesundheitlichen Aspekten: der Verhinderung der Weiterverbreitung, die Pflege aller Betroffener und der medizinischen Versorgung der Bevölkerung. Weitere Informationen finden sie hier: https://www.infektionsschutz.de/coronavirus-sars-cov-2.html

Jeder Tag, mit dem wir die Ausbreitung verlangsamen, ist ein gewonnener Tag. Wir haben ein sehr leistungsfähiges Gesundheitssystem, welches wir jedoch nicht überfordern dürfen. Die Verlangsamung der Ausbreitung dient dazu, diese Leistungsfähigkeit in der Krisenzeit weiter zu gewährleisten!

Deutschland ist ein wohlhabendes und starkes Land und auch für solche Krisen gut gewappnet. Den Einschränkungen des täglichen Lebens werden wir mit Solidarität gegenüber unseren Mitmenschen begegnen. Es gilt Einkäufe zu erledigen, Kinderbetreuung zu organisieren und den Schutz unserer SeniorInnen zu gewährleisten.

Trotzdem lassen sich auch jetzt schon massive Auswirkungen auf die konjunkturelle Entwicklung und die Volkswirtschaft vermuten. Zum Beispiel in der Industrie, mit ihren komplexen Lieferketten. Auf Bundes- und Länderebene wurden hier bereits zeitnahe Maßnahmen getroffen, um diese sicher zu stellen. Die Lockerung des Sonntagsfahrverbots für Lastkraftwagen ist ein erster Schritt. Es soll dem Handel die Möglichkeit eröffnen, die gesteigerte Nachfrage zu bewältigen und Engpässe auszuschließen.

Auch im Dienstleistungssektor, gerade und vor allem im Tourismus und bei den Gaststätten und Beherbergungsbetrieben, müssen wir helfen. Tausende Reisen wurden storniert und Termine im ganzen Land abgesagt. Die Unterstützung durch die KfW wird daher einfacher und umfangreicher gewährt.

Die Bundesregierung begegnet diesen Herausforderungen mit einem umfassenden Maßnahmenpaket. Am Freitagmittag konnten Finanzminister Scholz und Wirtschaftsminister Altmaier weitere konkrete Maßnahmen verkünden.

Dabei ist es wichtig, dass diese sofort und direkt bei den betroffenen Unternehmen ankommen und zwar ohne bürokratischen Aufwand und Hürden.
Die Bundesregierung stellt dafür beträchtliche Kredite zur Verfügung, die über die KfW abgerufen werden können und stundet Steuerzahlungen zinslos. Der Bundestag hat heute auch die Regelungen zur Kurzarbeit in erster, zweiter und dritter Lesung beschlossen. Damit bleiben Unternehmen handlungsfähig.

Die vollständige Erklärung der Minister und den gesamten Maßnahmenkatalog finden Sie unter folgendem Weblink: https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Pressemitteilungen/Finanzpolitik/2020/03/2020-03-13-download-de.pdf?__blob=publicationFile&v=2

Sicherlich können die heute verkündeten Maßnahmen nur ein erster Schritt auf dem Weg zu einer umfassenden wirtschaftlichen Stabilisierung sein. Die Corona-Krise wird uns weiter beschäftigen. Sie wird uns zu Einschränkungen in unserem täglichen Leben und unseren Gewohnheiten zwingen, aber solidarisch und gemeinsam werden wir sie überwinden.

Und ich bin überzeugt davon, dass wir nach all den Kraftanstrengungen, gestärkt aus dieser Krise hervorgehen werden und uns diese als Gesellschaft noch enger zusammenrücken lässt.

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Informationsangebote für betroffene Unternehmen:

1. Informationen des Wirtschaftsministeriums zu den Auswirkungen des Coronavirus:

https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Artikel/Wirtschaft/altmaier-zu-coronavirus-stehen-im-engen-kontakt-mit-der-wirtschaft.html#unterstuetzung

Die Seite umfasst zahlreiche Hinweise wie betroffene Unternehmen Unterstützung erhalten können. Insbesondere unter den „Häufigen Fragen und Antworten“ wird auf Förderinstrumente bei kurzfristigem Liquiditätsbedarf eingegangen.

2. Hotlines des Bundeswirtschaftsministeriums:

Hotline für allgemeine wirtschaftsbezogene Fragen zum Coronavirus:

Telefon: 030 18615 1515 Montag – Freitag 9:00 Uhr bis 17:00 Uhr

Hotline zu Fördermaßnahmen:

Förderhotline: 030 18615 8000 Montag – Donnerstag 9:00 Uhr bis 16:00 Uhr

Beantragung von Kurzarbeitergeld:

Zuständig ist die örtliche Arbeitsagentur.

Unternehmerhotline der Bundesagentur: Telefon: 0800 45555 20

Weitere Informationen finden Sie auf der Website des Bundesarbeitsministeriums: https://www.bmas.de/DE/Presse/Meldungen/2020/kurzarbeitergeld-wird-erleichtert.html

3. Die Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB) informiert hier:

https://isb.rlp.de/home/detailansicht/unterstuetzung-von-kmu-auch-in-krisenzeiten.html

4. Überbrückungskredite:

Sofern infolge der „Corona-Krise“ zur Überbrückung Kredite notwendig werden, können auch die Deutschen Bürgschaftsbanken (VDB) diese in Verbindung mit einer Hausbankfinanzierung grundsätzlich besichern. Eine kostenlose Anfrage für ein Finanzierungsvorhaben kann über das Finanzierungsportal der Bürgschaftsbanken gestellt werden. https://finanzierungsportal.ermoeglicher.de/

Die jeweils zuständige Bürgschaftsbank finden Sie hier: https://vdb-info.de/mitglieder