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Hilfe für vertriebene Ukrainer:innen

Mich überwältigt die Hilfsbereitschaft der Menschen hier vor Ort, aber auch in der ganzen Welt. Es entstehen überall Initiativen, um die vielen Ukrainer:innen in Not zu unterstützen – sei es durch Sach- oder Geldspenden, durch die Bereitstellung einer Unterkunft für Geflüchtete, durch Hilfe bei der Kommunikation, durch Flagge zeigen bei Kundgebungen oder durch stilles Gedenken im Gebet.

Der Wunsch zu helfen ist unfassbar groß und doch muss die Hilfe auch geordnet und strukturiert ablaufen. Viele Organisationen raten momentan von einer Sachspende ab, gerade mit (Ober-)Bekleidung seien viele Lagerkapazitäten ausgereizt. Achten Sie bitte auf den jeweiligen Spendenaufruf und spenden Sie nur das, was auch tatsächlich gebraucht wird. Idealerweise schon vorsortiert, um die Helfenden vor Ort an der Grenze und in der Ukraine ein Stück weit zu entlasten.

Auch wenn es weniger persönlich ist, so sind Geldspenden oftmals eine zielgerichtetere Spende. Mit Geldspenden hat die bedachte Organisation die Möglichkeit, die Verwendung der Mittel flexibel sich ändernden Verhältnissen und seiner sich verändernden Bedarfslage anzupassen.

Nach Angaben der UN-Flüchtlingshilfsorganisation UNHCR flüchteten bislang etwa zwei Millionen Menschen aus der Ukraine in die Nachbarländer, vor allem nach Polen. Es ist die „am schnellsten wachsende Flüchtlingskrise in Europa seit dem zweiten Weltkrieg“. Aktuellen Schätzungen zu Folge könnten bis zu 225.000 Vertriebene bei uns in Deutschland Schutz suchen. Davon werden nach dem Königsteiner Schlüssel fünf Prozent in Rheinland-Pfalz unterkommen.

Der Europäische Rat hat am 4. März 2022 den Beschluss zur Aufnahme von Vertriebenen getroffen. Dieser ist am gleichen Tag in Kraft getreten und öffnet für Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine das vereinfachte Aufnahmeverfahren nach der EU-Richtlinie über den vorrübergehenden Schutz. Damit müssen Vertriebene aus der Ukraine kein Asylverfahren durchlaufen. Ein Asylantrag ist nicht mehr erforderlich. Allerdings sollten sich ukrainische Vertriebene bei der Ausländerbehörde der Gebietskörperschaft anmelden, in der sie sich aufhalten. Wenn Kinder dabei sind, sollte sich zusätzlich an Jugendamt des Wohnortes gewandt werden. Die zuständige Ausländerbehörde finden Sie unter https://bamf-navi.bamf.de/de.

Ukrainer:innen, die ohne Visum eingereist sind, haben ein 90-tägiges Aufenthaltsrecht, das für weitere 90 Tage verlängert werden kann. Letzteres wird bei der Ausländerbehörde beantragt.

Ukrainer:innen können grundsätzlich in Deutschland einer Erwerbstätigkeit nachgehen, sie muss aber von der Ausländerbehörde erlaubt werden. Das Bundesinnenministerium hat den Ländern jedoch dringend empfohlen dies zu tun.

Vertriebene aus der Ukraine haben auch Anspruch auf Sozialleistungen und medizinische Versorgung. Sofern Bedürftigkeit besteht, erhalten alle vom Anwendungsbereich des § 24 AufenthG erfassten Personen Leistungen zur Bestreitung des Lebensunterhalts und medizinische Versorgung nach dem Asylbewerberleistungsgesetz. Hierzu erfolgt eine Registrierung z.B. in Aufnahmeeinrichtungen oder Ausländerbehörden. Nach erfolgter Registrierung wird eine Bescheinigung (Ankunftsnachweis oder Anlaufbescheinigung) ausgestellt, die bei der zuständigen Leistungsbehörde vorgelegt werden kann.

Gesucht: Unterkünfte und Dolmetscher:innen

Derzeit suchen die Kommunen dringend nach Wohnraum für die vom Krieg Vertriebenen. Wenn Sie eine solche anbieten können und wollen, dann wenden Sie sich bitte an Ihre Stadt- bzw. Kreisverwaltung. Genauso, wenn Sie der ukrainischen Sprache mächtig sind und bereit sind, zu übersetzen.

Hier die Kontaktdaten der zuständigen Stellen:

Stadt Neustadt:

06321/855-1891 (Montags bis freitags von 8 – 16 Uhr)

ukrainehilfe@neustadt.eu

Stadt Speyer:

06232 14 2695

ehrenamt@stadt-speyer.de

Online-Formular: https://www.freinet-online.de/forum/register_extern.php?assign_to_agid=1579&assign_to_group=6

Landkreis Bad Dürkheim:

Frau Murr: 06322/961-3122

Frau Hammann: 06322/961-3123

asyl@kreis-bad-duerkheim.de

Rhein-Pfalz-Kreis:

Der Rhein-Pfalz-Kreis bitte seine Bürger:innen sich bei Ihrer örtlichen Gemeinde/Verbandsgemeinde/Stadt zu melden, falls Sie Hilfe anbieten können

Nachfolgend habe ich Ihnen eine Übersicht mit verschiedenen regionalen Hilfsmöglichketen zusammengestellt: Wenn Sie weitere unterstützenswerte Initiativen kennen, lassen Sie mir gerne unter isabel.mackensen@bundestag.de eine Nachricht zukommen. Ich werde diese Liste fortlaufend ergänzen.

Folgende Spendenaktionen/ Hilfsmöglichkeiten haben sich bereits in unserer Region gebildet:

SV 1970 Obersülzen e.V.

Die angegebene Handynummer ist leider falsch, richtig ist: 0172/9751083

Obrigheim-hilft:

Obrigheim hilft sammelt Sachspenden für die Familien, die aus der Ukraine flüchten und den Ort Tomaszów Lubelski in Polen erreichen konnten.
www.obrigheim-hilft.de

Mechthilde Gairing – Bad Dürkheim

Frau Garing organisiert eine Spendensammlung für Geflüchtete, die in Ludwigshafen erwartet werden.

Gesammelt werden:
– Bettdecken
– Kopfkissen
– Bettwäsche
– Hygieneartikel des täglichen Bedarfs

Die Spenden können nach einer Anmeldung unter 06322/92294 in der Gaustraße 10, 67098 Bad Dürkheim abgegeben werden.

Darüber hinaus verkauft die Künstlerin Kunstwerke. Dieser Erlös soll zur Finanzierung von Transporten oder dem Kauf dringend benötigter Materialen verwendet werden,

www.pfalz-pop.de/aktuelles

Verein Nadija

Michael Zaczkiewicz, Augenarzt aus Bad Dürkheim, unterstützt mit seinem Verein seit Jahren eine Behinderteneinrichtung im westukrainischen Lemberg.

In der Einrichtung Dzherelo sind Kinder und Jugendliche, die im Rollstuhl sitzen und spastisch gelähmt auf die Welt kamen. Für sie kommt eine Flucht nicht in Frage.

Aktuell können diese die Einrichtung nicht besuchen, da in ihr Flüchtlinge aus der Ostukraine untergebracht sind.

Um Spenden wird gebeten:
Michael Zaczkiewicz
IBAN: DE58 5469 1200 0111 7553 02
BIC: GENODE61DUW
VR-Bank Mittelhaardt
Stichwort: Ukraine

FCG und Nehemia hilft Ukraine

Die Freie Christliche Gemeinde Bad Dürkheim sammelt Spenden, die dann entweder in das Hauptlager nach Nidda bei Frankfurt gebracht werden, um sie von dort aus mit 40 Tonnern weiterzutransportieren, oder sie werden direkt mit Transportern von hier bis Grenzübergang MEDYKA durchfahren.
Ansprechpartner: Pastor Sebastian Jarosik, 0176/32119348

Deutsch-Ukrainische Gesellschaft Viernheim

Gesammelt werden hier Sachspenden, mit denen ukrainische Krankenhäuser, Sanitäter und Flüchtlingszentren unterstützt werden

Gesammelt werden:
Erste-Hilfe-Kästen/Verbandskästen, Druckverbände, Schlafsäcke, Thermodecken, Windeln, Binden, Tampons, Bandagen, Zelte, Feldbetten, Öfen, Batterien, Kerzen, Taschenlampen, Walkie-Talkies und Funkgeräte und Lebensmittel wie: Energieriegel, Babynahrung, Babybrei, Säfte, Kekse, dunkle Schokolade, Trinkwasser.

Abgegeben werden können die Spenden nach Absprache bei Hannelore Klamm, Ginsterstraße 5, 67112 Mutterstadt, Tel.: 06234/928920

Stadt Neustadt

Die Stadt Neustadt nimmt Geldspenden entgegen, die bei Bedarf für Geflüchtete vor Ort eingesetzt werden oder an im Krisengebiet tätige Organisationen weitergeleitet werden.

Stadtkasse Neustadt
IBAN: DE58 5465 1240 0000 0015 03
BIC: MALADE51DKH
Sparkasse Rhein-Haardt

Verwendungszweck: „Spende für Ukraine“

Darüber hinaus nimmt die Stadt Angebote in Form privaten Wohnraums als kostenfreie Untersützungsleistung für Geflüchtete entgegen.

Stadt Speyer

Die Stadt Speyer unterstützt die Aufnahme von ukrainischen Staatsbürger:innen sowie allen Menschen, die aufgrund des durch Wladimir Putin entfachten Krieges aus ihrer Heimat fliehen müssen.

Zudem appelliert die Stadt Speyer eindringlich an die Bevölkerung, auch leerstehenden oder in Kürze freiwerdenden privaten Wohnraum zur Nutzung für die aus der Ukraine geflohenen Menschen zur Verfügung zu stellen. Diesbezügliche Angebote können per E-Mail an die Speyerer Freiwilligenagentur unter ehrenamt@stadt-speyer.de gesendet werden.

Geldspenden für jene Menschen aus der Ukraine, die in Speyer unterkommen werden, können unter der Angabe des Verwendungszwecks: „Hilfe für Ukraine 31300-3794200“ auf das Konto der Stadt Speyer bei der Sparkasse Vorderpfalz
IBAN: DE20 545 500 100 000 001 586
BIC: LUHSDE6AXXX
geleistet werden. Das Geld kommt vollumfänglich der Unterbringung und Verpflegung der ukrainischen Kriegsflüchtlinge zugute.

Stadt Bad Dürkheim

Die Stadt sammelt Sachspenden für die Ukrainische Stadt Bereschany, die von der Dürkheimer Partnerstadt in Polen unterstützt wird.

Folgende Sachspenden werden gewünscht: Motorkettensägen, Stromgeneratoren, Lastwagen, Fahrzeuge für den Personentransport und tragbare Heizgeräte. Bitte bei der Stadtverwaltung unter 06322/9351133 melden.

Darüber hinaus hat die Stadt ein Spendenkonto eingerichtet:
IBAN: DE41 5465 1240 0005 9992 22
Sparkasse Rhein-Haardt
Verwendungszweck: „Spende Ukraine“

Gemeinde Erpolzheim

Die Gemeinde Erpolzheim hat eine Spendenaktion ins Leben gerufen.

Insbesondere werden folgende Dinge gebraucht:
Matratzen, Schlafsäcke/Pavillons, Bettdecken, Bettwäsche, Decken, Handtücher, Winterkleidung, Thermomatten, haltbare Lebensmittel, Hygieneartikel und Hustensaft für Kinder.

Gesammelt wird am Samstag, den 5. März von 9 – 15 Uhr und Montag, den 7. März von 15 – 18 Uhr am Erpolzheimer Bürgerhaus.

Theisen Tiertransporte, Gönnheim

Gimmeldingen


Sammelstelle in Gimmeldingen

In der Meerspinnhalle (Peter-Koch-Straße 64) im Ortsteil Gimmeldingen wurde eine Sammelstelle für Sachspenden für Geflüchtete aus der Ukraine, die nach Neustadt kommen, eingerichtet. Gesammelt werden in erster Linie Lebensmittel, Pflege- und Hygieneartikel. Derzeitige Öffnungszeiten sind Dienstag und Donnerstag jeweils von 8:00 bis 12:00 Uhr.

Kleiderspenden nimmt der Lichtblick in der Amalienstraße 3 an, wo Geflüchtete sich eindecken können. Die Öffnungszeiten sind Montag bis Donnerstag von 9:00 bis 12:00 Uhr und in der Woche vom 21.3. bis 24.3. zusätzlich von 13:00 bis 15:00 Uhr.

Bei anderen Sachspenden wenden Sie sich bitte per Mail an Ortsvorsteherin Claudia Albrecht (claudia.albrecht@neustadt.eu). Es wurde eine Liste angefangen, wo Sachspenden notiert werden. Wenn eine Familie ankommt, wird gefragt, was sie brauchen und bei Bedarf werden dann die Spender informiert, dass die Dinge nun gebraucht werden. Dann kann man die Gegenstände direkt am gebrauchten Platz abgeben.

Wenn Sie Wohnraum anbieten möchten, können Sie das auch melden, es gibt eine Gruppe von Gastgebern, die sich gut organisiert und austauscht.

Freiwillige Helfer können sich auch gerne melden, um Im „Basar“ Dienst zu leisten, oder um Fahrdienste zu übernehmen (beispielsweise zum Lichtblick).

Die Menschen, die zu uns kommen, sind in großer Not und auf unsere Hilfe angewiesen. Bitte helfen Sie mit, dass wir ihnen helfen können, so gut es geht.

Unabhängig von Herkunft, ethnischer Zugehörigkeit, Hautfarbe, Nationalität, Religionsangehörigkeit oder der Geschlechtsidentität: Mensch ist Mensch! Die Solidarität mit Menschen in Not kennt keine Grenzen. Dafür bin ich unendlich dankbar. Danke an alle die bereit sind zu helfen!