Alle Artikel mit dem Schlagwort: Landwirtschaft

Podium der Landjugend

Unter dem Motto „Mehr Politik fürs Land“ lud die Landjugend Rheinland-Nassau zu einer Podiumsdiskussion nach Bad Kreuznach ein. Eine Arbeitsgemeinschaft aller Landjugendverbände formulierte die Erwartungen an die Politik, die gerade die jungen Landwirtinnen und Landwirte für ihre Zukunftsperspektive als existentiell erachten. Gemeinsam mit Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner, der Landesvorsitzenden der rheinland-pfälzischen Grünen, Misbah Khan sowie der FDP-Bundestagsabgeordneten Carina Konrad diskutierten wir über die zukünftigen Herausforderungen der Landwirtschaft und des Weinbaus, des ländlichen Raums sowie natürlich der der Jugendpolitik. Wir stehen vor einem tiefgreifenden Umbau der Landwirtschaft – die Klimakrise, die Biodiversitätskrise, aber auch die Soziale Krise der Betriebe müssen überwunden werden. Für mich ist klar, dabei handelt es sich um eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Was wir brauchen ist ein Gesellschaftsvertrag, denn die Zukunft der Landwirtschaft kann nur im Dreiklang aus der Schaffung gerechter Einkommen und Arbeitsbedingungen für alle Beschäftigten der Wertschöpfungskette, der Erhaltung unserer natürlichen Lebensgrundlagen sowie der Produktion qualitativ hochwertiger Lebensmittel gedacht werden. Hierbei ist es besonders wichtig, dass wir für verlässliche und langfristige politische Rahmenbedingungen sorgen, um gerade jungen Menschen Lust auf Landwirtschaft und Weinbau …

22.500 Euro für „Duttweiler erleben“

Eine besonders tolle Nachricht hatte ich diese Woche für den Förderverein „Duttweiler Cuvée e. V.“. Ich freue mich sehr darüber, dass der Verein eine Förderung in Höhe von 22.500 € für das Projekt „Duttweiler erleben“ im Rahmen des Soforthilfeprogramms für landwirtschaftliche Museen des Bundeslandwirtschaftsministeriums erhalten hat. Durch das Projekt soll rund um Duttweiler ein digital unterstützter Stationenweg entstehen, der von der Geschichte des Weinbaus und der Landwirtschaft erzählt. So wird nicht nur das kulturelle Angebot im ländlichen Raum gestärkt, sondern auch ein neues touristisches Highlight für unsere Region geschaffen. Sehr gerne habe ich den Verein auf das Programm aufmerksam gemacht und bei seiner Bewerbung unterstützt. Ich freue mich jetzt schon auf die Eröffnung!

Die Zukunft der Landwirtschaft

Am Dienstag, den 7. Juli hat die Zukunftskommission Landwirtschaft ihren Abschlussbericht an Bundeskanzlerin Merkel übergeben und empfiehlt darin einen grundlegenden Umbau der Agrar- und Ernährungsbranche zu mehr Nachhaltigkeit als eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Die Zukunftskommission Landwirtschaft besteht aus über 30 Interessenvertretern:innen aus Landwirtschaft, Handel, Industrie, Wissenschaft sowie Umweltschutz und wurde als Reaktion auf die bundesweiten Bauerndemonstrationen gegen erhöhte Umweltauflagen und mangelnder Wertschätzung ins Leben gerufen. Die Kommission hatte den Auftrag, Empfehlungen und Vorschläge zu erarbeiten, um eine nachhaltige, das heißt ökologisch und ökonomisch tragfähige sowie sozial verträgliche Landwirtschaft in Deutschland auch in Zukunft zu ermöglichen, die zudem gesellschaftlich akzeptiert ist. Der Abschlussbericht ist ein historischer Kompromiss und zeigt wie erfolgreich Konfliktlösungen erarbeitet werden können. Denn klassisch wäre ein Kompromiss so ausgefallen: Etwas weniger Umwelt im Tausch gegen etwas mehr Einkommen. Die Zukunftskommission ging den Weg des Interessenausgleichs, denn an einem guten Klima, der Biodiversität und der Vielfalt an landwirtschaftlichen Betrieben haben alle ein Interesse. Ich begrüße diese Einigung ausdrücklich. Tierwohl, ökologische Vernunft, technisch-ökonomische Innovationen und soziale Gerechtigkeit gehören zusammen. Nur so gelingt der notwendige gesellschaftliche Zusammenhalt …

Nachhaltige Landwirtschaft gesichert

Nach intensiven Verhandlungen konnten wir vergangene Woche im Bundestag das Gesetzespaket zur Ausgestaltung der Gemeinsamen Europäischen Agrarpolitik (GAP) für die kommenden sechs Jahre verabschieden. Inhaltliche Grundlage für die Gesetzesentwürfe war der im März gefundene Kompromiss der Agrarminister:innenkonferenz, der dem Verhandlungsgeschick der SPD-Agrarminister zu verdanken ist. Die Landesminister:innen konnten so die Interessenskonflikte zwischen den verschiedenen Regionen überwind In den Verhandlungen ist es uns gelungen, endlich mit dem Ausstieg zur Flächenprämie, also den nur an den Flächenbesitz gebundenen Direktzahlungen, zu beginnen. Auf Dauer wird dies den Menschen, die in der Landwirtschaft arbeiten, sowie Natur und Gesellschaft zugutekommen. Denn mit diesem ersten Schritt kommen wir der Verwirklichung unseres Grundsatzes „öffentliches Geld für öffentliche Leistungen“ näher. Mit den Ökoregelungen konnten wir zudem die Erweiterung der Förderung von Agroforstsystemen ermöglichen. Bei der Agroforstwirtschaft handelt es sich um die Kombination von Gehölzen mit Ackerkulturen, Wiesen oder Weiden. Diese Form der Bewirtschaftung übersteht Trockenperioden besser und bietet eine verbesserte Nährstoffversorgung. Der Einsatz von Bäumen steigert zudem auch langfristig die Bodenqualität. Agroforstsysteme werden künftig nicht nur auf Ackerland, sondern auch auf Dauergrünland gefördert. …

Zukunftskonzept Landwirtschaft in Deutschland

Der wichtige Themenkomplex Natur- und Artenschutz kann nur in enger Zusammenarbeit mit unseren Landwirt:innen gemeistert werden. Denn Ihre Arbeit stellt sicher, dass unsere wichtigste Lebensgrundlage erhalten bleibt – ein intaktes Ökosystem. Der Schutz unserer Biodiversität ist eine Aufgabe mit gesamtgesellschaftlicher Tragweite. Die Anforderungen des Naturschutzes und ihre Bedeutung zur Erreichung unserer Klimaschutzziele sollten klar benannt werden. Unsere Landwirt:innen sind diejenigen, die Natur- und Artenschutzmaßnahmen in die Fläche bringen. Ihnen gebührt gesellschaftliche Anerkennung für die vollbrachte Leistung. Daher setze ich mich dafür ein, dass unsere Landwirt:innen für ihre Arbeit angemessen entlohnt werden. In diesem Beitrag möchte ich Sie auf das umfassende SPD-Fraktionspapier „Die SPD bekennt sich zur Landwirtschaft in Deutschland“ aufmerksam machen. Im Kern des Papieres steht ein Agrar-Fördersystem, das die gesellschaftlichen Leistungen, die unsere Landwirt:innen tagtäglich vollbringen, honoriert. Unser Konzept geht weit über den aktuellen Vorschlag für die kommende „Gemeinsame Agrarpolitik“ hinaus. Die SPD-Bundestagfraktion möchte nicht nur einen Teil der Flächenzahlungen an Natur-, Klima- und Umweltschutz binden, sondern ein Fördersystem, das diese Leistungen honoriert und gebührend entlohnt. Das in unserem Fraktionspapier beschriebene Konzept ist zukunftsfähig, …

Wild und Wald gemeinsam denken

Diese Woche hatte ich meine achte Rede im Plenum des Bundestages. Das Thema war die Novellierung des Bundesjagdgesetzes. Eine Erneuerung ist schon seit Jahren überfällig, denn das noch geltende Bundesjagdgesetz ist aus dem Jahr 1976. Wir stehen beim Thema Wald und Wild vor Zielkonflikten, zwischen der Jägerschaft und den Waldbesitzenden. Auf der einen Seite haben wir die Jägerinnen und Jäger, die verantwortungsvoll die Natur- und Lebensräume im Wald erhalten, die Wildbestände regulieren, für die Verkehrssicherung sorgen und natürlich ein hochwertiges Lebensmittel bereitstellen. Auf der anderen Seite stehen kommunale und private Waldbesitzende vor einer Generationenaufgabe, denn Dürre, Stürme und der Borkenkäfer sorgen für ein zweites Waldsterben. Es besteht großer Handlungsbedarf, um unsere Wälder zu retten. Um die Wiederbewaldung der riesigen Schadflächen und den nachhaltigen Waldumbau zu klimastabilen Mischwäldern zu ermöglichen, muss der Wildbestand reduziert werden, sodass es für den Wald verträglich ist. Junge Bäume müssen nachwachsen können, doch das Rehwild frisst am liebsten die jungen Triebe und schält die Rinde, wodurch es zu Schäden kommt. Um diesem Problem zu begegnen, sind im Gesetzesentwurf folgende Neuregelungen geplant: …

Grüne Woche 2021

Als rein digitales Format fand die diesjährige Internationale Grüne Woche, die international wichtigste Messe für Ernährungswirtschaft, Landwirtschaft und Gartenbau, statt. Alljährlich begrüßt die IGW in den Berliner Messehallen mehrere hunderttausend Besucher. Dieses Jahr galt es allerdings aufgrund der aktuellen Umstände Flexibilität zu beweisen, was den Organisatoren bravourös gelungen ist. Die Messe brachte die aktuellen Themen der Branche einfach ins Netz: Ob Tierwohl und Klimaschutz, regionale Wertschöpfungsketten „from farm to fork“ oder Kochen mit Algen und Insektenmehl – vom 20. bis 21. Januar konnte das Fach- und Privatpublikum auf vier Kanälen mehr als 100 Beiträge kostenlos verfolgen. Dieses vielfältige Angebot wurde von weit mehr als 20.000 Nutzerinnen und Nutzern an zwei Tagen in Anspruch genommen und war somit ein voller Erfolg! Talkrunde Forstwirtschaftsrat Auf Einladung des Deutschen Forstwirtschaftsrat e.V. nahm ich zusammen mit Georg Schirmbeck (Präsidenten DFWR), Prof. Dr. Dr. Hans Joachim Schellnhuber (emeritierter Direktor des Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung) und Alois Gerig (MdB) an einer digitalen Studio-Talkrunde teil. Unter dem Titel „Wald.Wandel.Gestalten: Gemeinsam für den Wald!“ kam es zu einem regen Austausch über die aktuelle Situation …

Agroforstsysteme

Diese Woche wurde über meinen ersten eigenen Antrag abgestimmt. Gemeinsam mit unserem Koalitionspartner legen wir als SPD-Bundestagsfraktion die Grundlagen dafür, Agroforstwirtschaft zu fördern. Die Landwirtschaft in Deutschland steht gegenwärtig vor der großen Herausforderung, sich an den Klimawandel anzupassen, die Biodiversität zu fördern sowie Produktivität und Wirtschaftlichkeit zu gewährleisten. Sie werden sich fragen was Agroforstwirtschaft ist. Es ist ein Landnutzungssystem, wie beispielsweise die Streuobstwiesen bei dem Gehölze, also Bäume und Sträucher, gemeinsam mit Ackerkulturen und/oder Tierhaltung kombiniert werden, also zum Beispiel grasende Schafe unter Apfelbäumen. Daneben gibt es moderne Agroforstsysteme, die der heutigen Produktionstechnik angepasst sind und maschinell bewirtschaftet werden können. Hier werden Bäume in Reihen auf Acker- oder Grünland gepflanzt. Auf der gleichen Fläche können landwirtschaftliche und forstwirtschaftliche Produkte angebaut werden. Hier können sich Landwirte durch den Verkauf von Energieholz oder Wertholz ein zusätzliches Einkommen ermöglichen. Neben den betrieblichen Vorteilen haben Agroforstsysteme aber vor allem einen positiven Einfluss auf unsere Umwelt: Sie tragen durch die Kohlenstoffbindung zum Klimaschutz bei und leisten einen wichtigen Beitrag für die Klimaanpassung. Durch eine verringerte Bodenerosion und geringere Stickstoffeinträge in …

Lebensmittel retten – aber richtig!

Wussten Sie, dass in Deutschland, je nach Schätzung, zwischen 11,8 Millionen und 18 Millionen Tonnen Lebensmittel verschwendet werden? Das ist eine unfassbar große Zahl. Außerdem handelt es sich dabei um eine dramatische Ressourcenvergeudung, die weltweit negative soziale, ökologische und ökonomische Folgen mit sich bringt. Denn für die Produktion dieser Lebensmittel wird das Klima belastet, es werden Energie und Arbeitskraft verschwendet, Wasser und Rohstoffe verbraucht und landwirtschaftliche Flächen genutzt. Angesichts weltweit mehr als 800 Millionen hungernder Menschen ist Lebensmittelverschwendung ethisch nicht akzeptabel. Im Rahmen der Aktion #DeutschlandrettetLebensmittel macht das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft aktuell auf die Probleme, die durch Lebensmittelverschwendung entstehen aufmerksam und hat auf der Webseite www.zugutfuerdietonne.de/ spannende Tipps und leckere Rezepte gegen Lebensmittelverschwendung zusammengestellt. Auch wenn wir die, vor allem auf Freiwilligkeit setzenden Kampagnen des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft unterstützten, wissen wir als SPD-Bundestagsfraktion, dass Freiwilligkeit allein häufig nicht ausreicht und wir für mehr Klimaschutz und soziale Gerechtigkeit verbindliche Regelungen gegen Lebensmittelverschwendung brauchen. In einem Positionspapier (https://www.spdfraktion.de/system/files/documents/positionspapier-lebensmittelverschwendung-auf-allen-ebenen-bekaempfen-20200505.pdf) haben wir deshalb unsere Forderungen klar formuliert. Das hier sind die wichtigsten Punkte des Positionspapiers: …

Erwartungen an die Zukunftskommission Landwirtschaft

Am 7. September nahm die Zukunftskommission Landwirtschaft in einem ersten offiziellen Treffen ihre Arbeit auf. Die Kommission entstand auf Vorschlag von Bundeskanzlerin Angela Merkel, die angesichts der heftigen Bauernproteste im vergangenen Jahr Handlungsbedarf sah und beim Agrargipfel den Bäuerinnen und Bauern zusicherte, sie bei weiteren Umwelt- und Klimaschutzmaßnahmen mit einzubeziehen. Auf ihren Wunsch hin erarbeiteten der Deutsche Bauernverband (DBV) und Land schafft Verbindung (LsV) ein Konzept, das im März dieses Jahres an die Kanzlerin und Agrarministerin übergeben wurde. Den Vorsitz der Kommission übernimmt Prof. Dr. Peter Strohschneider. Die breit besetzte Arbeitsgruppe setzt sich aus 32 Vertretern aus Landwirtschaft, Handel und Ernährungsbranche, Verbraucher-, Umwelt- und Tierschützer sowie Wissenschaftlern zusammen. Die Aufgabe der Kommission ist die Entwicklung von Lösungsansätzen bestehender Probleme sowie die Formulierung von zukunftsfähigen Zielen der Landwirtschaft. Diese Ziele sollen ökologisch, sozial und ökonomisch tragfähig sein und gesellschaftliche Akzeptanz finden. Die Themenschwerpunkte der Zukunftskommission Landwirtschaft sind; Lebensmittelpreise und Tierwohl, Subventionen sowie Klima, Umwelt und Naturschutz. Die zu niedrigen Lebensmittelpreise, vor allem auf dem Fleischmarkt, sind schon lange ein großer Streitpunkt. Seit Jahren tritt die Debatte …