Autor: Felix

Wahl des/der Bundespräsidenten/ Bundespräsidentin

Am kommenden Sonntag, den 13. Februar, wird der oder die neue Bundespräsident:in gewählt. Einzig zu diesem Zweck tritt alle fünf Jahre die Bundesversammlung zusammen, die sich aus allen Mitgliedern des Bundestages und genauso vielen Vertretern der Landtage der 16 Bundesländer zusammensetzt. Dieses Jahr sind es also 1.472. Die Vertreter:innen der Länder werden nach den Grundsätzen der Verhältniswahl in den Volksvertretungen gewählt, die Verteilung unter den Fraktionen entspricht also ihrer Stärke im jeweiligen Landtag. Die Anzahl der Delegierten des jeweiligen Bundeslandes richtet sich nach der Bevölkerungszahl, so entsendet Nordrhein-Westfalen als bevölkerungsreichstes Land auch die meisten Delegierten. Die Landtage sind aber frei in der Wahl ihrer Delegierten, diese müssen keine Abgeordneten sein. Gerne werden daher auch Ex-Politker:innen und Personen aus der Kommunalpolitik oder des öffentlichen Lebens delegiert. So werden dieses Jahr für die SPD unter anderem Klaas Heufer-Umlauf, Roland Kaiser, Leon Goretzka, Dietmar Bär, Renan Demirkan, der DGB-Chef Reiner Hoffmann und die Biontech-Gründerin Özlem Türeci teilnehmen. Gewählt wird dieses Jahr aufgrund der aktuellen Lage zum ersten Mal seit der Wiedervereinigung nicht im Plenarsaal des Bundestages, sondern in …

Nie vergessen

Vor 77 Jahren, am 27. Januar 1945 wurden die Überlebenden des Konzentrations- und Vernichtungslagers Ausschwitz-Birkenau durch die Rote Armee befreit. An diesem Jahrestag gedenken wir den über 6 Millionen Opfern der Shoa. Millionen von Menschen, die Opfer der Nationalsozialisten wurden. Zu diesem Anlass gab es im Deutschen Bundestag eine Sonderveranstaltung in Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus. Nach einer Begrüßungsansprache durch Bundestagspräsidentin Bärbel Bas haben die Holocaust-Überlebende Dr. h. c. Inge Auerbacher und der Präsident des israelischen Parlaments, Mickey Levy, beeindruckende Gedenkreden gehalten. Frau Auerbacher, geboren am 31. Dezember 1934 am Rande des Schwarzwaldes. Mit 7 Jahren wurde sie, gemeinsam mit ihren Eltern nach Theresienstadt deportiert. Dort internierten die Nationalsozialisten Juden, die eine gewisse Prominenz, ein hohes Alter erreicht hatten oder, wie Frau Auerbachers Vater, die Kriegsveteranen des ersten Weltkrieges waren – Er wurde mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet. Von einem „besseren“ Lager zu sprechen, verbietet sich komplett. Mehr als 30.000 Menschen starben in Theresienstadt an Hunger, Krankheiten und Entkräftung. Ihre beste Freundin, deren Familie sich mit der Familie von Frau Auerbacher in Theresienstadt ein …